Papierlose Hochzeit

Fünf Drucksachen für einen Tag. Oder ein QR-Code auf dem Tisch.

Einladung, Ablauf, Sitzplatz, Menü und Galerie hängen an derselben Adresse — der Gast scannt den Code, der ohnehin auf dem Tisch steht, und liest alles im Browser, ohne App und ohne Konto. Verteilen müsst ihr den Code selbst, verschickt wird nichts. Und was ihr trotzdem druckt, entscheidet ihr.

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Der gedruckte Stapel und der eine Link

Dieselbe Hochzeit, dieselben Gäste — einmal auf fünf Drucksachen verteilt, einmal hinter einem Code.

Die Einladung
Ein QR-Code: eine Seite, die sich öffnet: Ort, Dresscode, Countdown — änderbar bis zuletzt
Der gedruckte Stapel: eine gedruckte Karte: bleibt als Andenken in der Schachtel, steht aber ab dem Druck fest
Der Ablauf des Tages
Ein QR-Code: Zeitplan am Handy, mit Uhrzeit, Dauer und Zuständigem je Block
Der gedruckte Stapel: ein gedruckter Ablauf am Platz: sofort lesbar, nach der ersten Verschiebung überholt
Der Sitzplatz
Ein QR-Code: der Gast tippt seinen Namen, der Plan zoomt auf seinen Sitz
Der gedruckte Stapel: ein Aushang am Eingang: für alle gleichzeitig sichtbar — und alle stehen gleichzeitig davor
Die Speisen
Ein QR-Code: Gänge mit Foto je Gericht, Hinweise wie vegan oder glutenfrei, Texte je Sprache hinterlegbar
Der gedruckte Stapel: eine Karte pro Gedeck: liegt schon da, aber in der Sprache, in der sie gedruckt wurde
Die Fotos der Gäste
Ein QR-Code: derselbe Code führt in die Galerie, in der jedes Gästefoto landet
Der gedruckte Stapel: ein Schild neben der Fotobox, das auf einen zweiten Dienst zeigt
Änderung am Vortag
Ein QR-Code: im Browser umstellen, der Link zeigt sofort die neue Fassung
Der gedruckte Stapel: nachdrucken, noch einmal in den Copyshop, oder mit dem Kugelschreiber korrigieren
Kein Empfang, leerer Akku, kein Smartphone
Ein QR-Code: dann ist nichts da — der Code führt ins Leere, und der Gast fragt am Tisch nach
Der gedruckte Stapel: Papier funktioniert weiter, ohne Netz, ohne Strom, ohne Bedingung

Wo Papier gewinnt

Ein Aushang braucht kein Netz, keinen Akku und keinen Link. Genau daran scheitert ein QR-Code zuerst: im Gewölbekeller ohne Empfang, beim Gast, dessen Handy um zehn leer ist, und bei allen, die gar kein Smartphone dabeihaben — für sie ist ein digitaler Sitzplan schlicht nicht vorhanden. Deshalb raten wir zum gedruckten Sitzplan als Rückfallebene, auch wenn sonst nichts gedruckt wird. Und dann die unangenehme Stelle auf unserer Seite: Ab dem 21. Gast blendet der Server im kostenlosen Paket nicht nur die Gast-Platzsuche aus, er sperrt denselben Plan auch für Export und Druck — es ist eine einzige Schranke für beides. Bei mehr als 20 Gästen ist die Rückfallebene also genauso zu wie der Code. Dann braucht die papierlose Hochzeit ein bezahltes Paket, oder ihr zeichnet den Aushang woanders.

Der ganze Tag hinter einem Code

Fünf Ansichten vom Handy eines Gastes, eine vom Rechner des Gastgebers — jede ersetzt eine Drucksache, oder eben pointiert nicht.

Die erste Drucksache, die entfällt

Statt Karte, Umschlag und Briefmarke steht am Anfang ein Link. Das Video beginnt auf einem geschlossenen Türflügel aus dunklem Holz mit Goldornamenten und einem Kronleuchter hinter dem Glas. Ein Tippen auf „Einladung öffnen", die Türen schwingen auf, dahinter stehen Namen und Datum des Paares, und die Ansicht gleitet weiter hinunter zum mitlaufenden Countdown. Ändert sich etwas, ändert ihr eine Zeile — kein zweiter Druck. Verteilen müsst ihr trotzdem selbst: Photogala verschickt nichts, ihr bekommt Link und QR-Code.

Der Ablaufzettel, der nicht am Platz liegt

Der Gast startet auf der Eventseite, tippt in der Kachelreihe auf „Zeitplan" und scrollt durch den Tag: Ankommen, Trauung, Fotos, Dinner. Jeder Block trägt Uhrzeit, Dauer und die Person, die dafür zuständig ist. Am Eventtag markiert die Ansicht zusätzlich, wo der Tag gerade steht. Kein Zettel pro Gedeck und keine zweite Fassung, wenn sich die Trauung um zwanzig Minuten verschiebt. Wer ihn auf Papier will, druckt ihn aus dem Browser — einen PDF- oder Kalender-Export gibt es für den Zeitplan nicht.

Der Aushang wird zum Namensfeld

Auf der Startseite liegt die Kachel „Finde deinen Platz". Ein Tipp darauf öffnet den Sitzplan, im Video wird „Michael" in die Suche getippt — der illustrierte Plan hebt Michael Hofers Sitz hervor und zoomt darauf. Die Suche läuft im Browser des Gastes, ohne Installation und ohne Anmeldung. Die gedruckte Tafel ersetzt das nicht vollständig, und warum, steht weiter oben unverkürzt.

Die Karte pro Gedeck entfällt

Aus derselben Kachelreihe tippt der Gast auf „Menü" und blättert durch die Gänge. Was auf Papier ein Exemplar pro Gedeck bedeutet, ist hier eine Seite, die jeder öffnet: Gerichte mit Bild, die Hinweise darunter — und in den Sprachen, die ihr hinterlegt habt. Kein Nachdruck, wenn der Hauptgang zwei Wochen vorher wechselt. Die Hinweise sind frei getippte Chips, keine geprüfte Allergenkennzeichnung.

Und danach die Fotos des Abends

Das Video zeigt die gemeinsame Galerie im Bilderraster der Gäste. Es ist derselbe Code vom Tisch — das gedruckte Schild an der Fotobox, das sonst auf einen zweiten Dienst zeigt, entfällt damit als sechste Drucksache.

Was trotzdem gedruckt wird

Die Laptop-Aufnahme zeigt die andere Seite. Im Sitzplan öffnet der Gastgeber „Exportieren & Drucken": sieben Wege hinaus, darunter Bild, PDF, Serviceplan, Platzkärtchen, Tischnummern und Sitzplan-Poster. Ein Klick auf „Platzkärtchen" öffnet den Editor, der bereits mit einem echten Gast gefüllt ist — Sarah Berger, Tisch 1, Platz 1. Papierlos heißt hier nicht papierfrei, sondern: ihr entscheidet, welche fünf Drucksachen auf eine schrumpfen. Zwei Dinge gehören dazugesagt: Dieser ganze Dialog hängt an derselben 20-Gäste-Schranke wie die Platzsuche, und gedruckt wird bei eurer Druckerei — Photogala liefert die Datei, nicht das fertige Kärtchen.

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Häufige Fragen zur papierlosen Hochzeit

Müssen unsere Gäste eine App installieren oder ein Konto anlegen?
Nein. Code scannen oder Link öffnen genügt, alles läuft im Browser. Die Einladung legt dabei nicht einmal eine Sitzung an — wer nur hineinschaut, taucht später in keiner Teilnehmerzahl auf.
Was davon ist kostenlos, und wo hört es auf?
Alle elf Werkzeuge sind in jedem Paket freigeschaltet, auch im kostenlosen — Gäste anlegen, Tische stellen, Ablauf schreiben, Menü pflegen, die volle Einladung gestalten und in der Vorschau ansehen kostet nichts. Bezahlt wird das Ausliefern. Bis 20 Gäste ist es frei; ab dem 21. sperrt der Server fünf Aktionen: die Gast-Platzsuche, Sitzplan-Export und -Druck, die persönlichen RSVP-Links, die volle Einladung und den Gästelisten-Export. Für eine papierlose Feier sind davon die ersten beiden die entscheidenden: Sie treffen den Code am Tisch und den gedruckten Ersatzplan gleichzeitig. Zwei der fünf hängen zusätzlich am Paket, unabhängig von der Gästezahl: die volle Einladung öffentlich schalten und der Gästelisten-Export — beides ab Plus für 39 €. Das Save the Date bleibt in jedem Paket frei. Die kostenlose Galerie fasst 50 Fotos, keine Videos und 15 Hochladende; Fotowand, Fotoaufgaben und Bestenliste sind dagegen Galerie-Funktionen und beginnen erst bei Plus beziehungsweise Premium.
Verschickt ihr die Einladung an unsere Gästeliste?
Nein — und das ist die Stelle, an der papierlos nicht automatisch heißt: weniger Arbeit. Photogala erzeugt den Code, nicht die Zustellung: kein Mailversand, kein SMS, kein WhatsApp, keine Erinnerung an Gäste, die noch nicht geantwortet haben. Der Weg zum Gast bleibt analog oder läuft über euren eigenen Messenger — als Nachricht, auf einer Karte oder auf dem Aufsteller am Tisch. Für die Rückmeldungen gibt es zusätzlich pro Gast einen persönlichen Link, den ihr als Liste exportiert und selbst weitergebt; im kostenlosen Paket bis 20 Gäste.
Was, wenn im Saal kein Empfang ist?
Dann funktioniert der Code nicht, und das ist die ehrliche Antwort. Ein Aushang braucht kein Netz. Deshalb: den Sitzplan als Poster drucken, auch wenn sonst nichts gedruckt wird, und den Zeitplan bei Bedarf aus dem Browser mitdrucken — einen PDF- oder Kalender-Export gibt es für den Zeitplan nicht. Achtet dabei auf die Schranke: Der Sitzplan-Druck hängt an derselben 20-Gäste-Grenze wie die Platzsuche, mit mehr Gästen braucht auch die Rückfallebene ein bezahltes Paket. Und fragt vorher im Haus nach dem WLAN; in Gewölbekellern und alten Scheunen entscheidet diese eine Frage über den ganzen Plan.
Können wir am Morgen der Hochzeit noch umsetzen?
Ja. Ein Gast wird im Plan auf einen anderen Sitz gezogen, und die Platzsuche zeigt ab sofort den neuen. Habt ihr aus dem Plan schon ein Poster oder eine Tischliste gestaltet, meldet das Design-Studio die eingefügten Plan-Blöcke als veraltet und aktualisiert sie an Ort und Stelle; Platzkärtchen und Tischnummern zieht der Export beim nächsten Lauf ohnehin frisch aus der Liste. Die bereits gedruckten Kärtchen müsst ihr allerdings selbst noch einmal ausdrucken.
Wir fangen ein Jahr vorher an — läuft uns die kostenlose Zeit weg?
Nein. Ausgelöst wird die Speicherfrist von der Galerie, nicht vom Kalender: Sie beginnt mit dem ersten hochgeladenen Foto (in den bezahlten Paketen mit dem zehnten), nicht beim Anlegen des Events. Gästeliste, Sitzplan, Ablauf und Menü dürfen also Monate vorher stehen, ohne dass irgendwo etwas mitzählt.
Ersetzen die Hinweise am Gericht eine Allergenkennzeichnung?
Nein. Was am Gericht steht, sind frei getippte Hinweise wie vegan oder glutenfrei. Es gibt keinen hinterlegten Allergenkatalog, keine Pflichtfelder und keine Prüfung. Für die verbindliche Auskunft bleiben Küche und Service zuständig — genau wie bei einer gedruckten Karte.

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